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Hinweis - Strukturwechsel im Studiengang Labor- und Verfahrenstechnik ab Matrikel 2021

Biotechnologie

Studiengang Labor- und Verfahrenstechnik

Über das Studienangebot

Im Studiengang Labor- und Verfahrenstechnik werden allen Studierenden naturwissenschaftliche Grundlagen in Chemie, Physik und Biologie sowie analytische, messtechnische und verfahrenstechnische Inhalte vermittelt.

Ab dem dritten Semester teilt sich der Studiengang in die beiden Studienrichtungen Biotechnologie sowie Umwelt-, Chemie- und Strahlentechnik.

Im Fokus der Studienrichtung Biotechnologie stehen, neben Biochemie und Naturstoffchemie, Mikrobiologie, Molekularbiologie und Enzymtechnik, die interdisziplinären und anwendungsorientierten Querschnittstechnologien in der weißen, roten und grünen Biotechnologie mit den Modulen Bioverfahrenstechnik, Zellkultur und Analytik, angewandte Biotechnologie, Pharmakologie- und Wirkstoffkunde sowie Tissue Engineering und regenerative Medizin. Alle Module beinhalten neben den Grundlagen die wichtigsten technologischen Verfahren, die zugehörige Analytik sowie die entsprechende Nutzung von bioinformatischer Software und –tools. Praktische Fertigkeiten werden in den modern ausgestatteten Laboren und PC-Pools der Studienakademie Riesa / des Studiengangs Labor- und Verfahrenstechnik erworben und vertieft.

In der Studienrichtung Biotechnologie umfassen die praktischen Studienabschnitte

  • das Kennenlernen des Unternehmens (Aneignen von Kenntnissen zur Unternehmensstruktur, zu Tätigkeitsfeldern, zu vorhandenen apparativen Ausrüstungen, zur eingesetzten Mess- und Analysetechnik und zu gesetzlichen Rahmenbedingungen),
  • die Durchführung von unternehmensspezifischen Tätigkeiten entsprechend des Profils des Ausbildungsunternehmens und
  • die Mitarbeit an betrieblichen Projekten bzw. Forschungsthemen im Bereich der Biotechnologie.

Die betrieblichen Projekte bzw. Forschungsthemen können entsprechend des Profils des Unternehmens unter anderem aus folgenden Aufgabenfeldern stammen:

  • Durchführung von Messungen und Laboranalysen (Bioanalytik),
  • Entwicklung neuer Mess- und Analyseverfahren (Methoden oder Geräte),
  • Neu- oder Weiterentwicklung vorhandener Technologien bzw. Produktionsverfahren im Bereich der Biotechnologie,
  • Qualitätssicherung und Überwachung,
  • Firmenspezifische Tätigkeiten wie z.B. Klonierungs-, PCR-, Zellkulturtechniken; molekularbiologisches Arbeiten, Bioreaktions- und Fermentationstechniken, mikrobiologisches Arbeiten.

Aus den betrieblichen Projekten bzw. Forschungsthemen wird pro Praxissemester eine Teilaufgabenstellung abgeleitet, die vom Studierenden als Projektarbeit zu bearbeiten ist. Zur Unterstützung im Unternehmen steht ein betrieblicher Betreuer zur Verfügung. Die Aufgabenstellung der Projektarbeit und die durchzuführenden Tätigkeiten werden mit der Hochschule abgestimmt und sind dem Lernfortschritt des Studierenden und den bisher vermittelten Theorieinhalten angepasst. Die Komplexität der Aufgabenstellung und die Selbständigkeit der Bearbeitung nehmen pro Praxissemester zu. Im 6. Praxissemester erfolgt die Anfertigung der Bachelorarbeit.

Interdisziplinäre Wissenschaft

Seit den Anfängen der Nutzung von biotechnologischen Techniken zur Herstellung von Brot oder Käse sowie von alkoholischen Getränken vor über 6000 Jahren hat sich die Biotechnologie als Querschnittstechnologie für viele Branchen entwickelt. So untersuchen Biotechnologen Mikroorganismen, Pilze, Pflanzen, Tiere und Menschen ausgehend vom ganzen Organismus bis hinunter zur einzelne Zelle und deren Bestandteilen. Mit Hilfe der Biotechnologie lassen sich neue Medikamente und Therapieverfahren entwickeln, Krankheitsursachen gezielter bekämpfen oder Diagnosen von Krankheiten verbessern. Ebenso kommen biotechnologische Verfahren in der Landwirtschaft zum Einsatz, um neue Pflanzensorten zu züchten. Auch in vielen Alltagsprodukten, wie Waschmittel oder Kosmetik, steckt Biotechnologie.

Biotechnologie ist ein spannendes und dynamisches Studiengebiet an der Spitze neuer wissenschaftlicher Entdeckungen, wenn es darum geht, einige der größten globalen Probleme anzugehen, darunter das Gesundheitswesen, den Umweltschutz, die Energiegewinnung und die Lebensmittelversorgung.

Foto: Fotolia | peterschreiber.media; DNA-Doppelhelix
Foto: Fotolia | peterschreiber.media; DNA-Doppelhelix

Studiendokumente

Von Studienordnung mit Modulhandbuch bis Prüfungsordnung - alle aktuellen Dokumente für das Studium sind online verfügbar.

Optimale Berufschancen

Foto: Stephan Floss

Nach erfolgreichem Studienabschluss bieten sich für die Absolventen und Absolventinnen der Berufsakademie Sachsen in Riesa optimale Berufschancen als

- Biotechnologe oder Biotechnologie-Ingenieur_in, Projektmanager_in, Projektleiter_in im Bereich Biotechnologie

- Wissenschaftlicher Mitarbeiter_in oder Leiter_in in Forschung und Entwicklung

in einer weltweit und in Deutschland stark wachsenden Branche von forschenden und produzierenden Unternehmen und Einrichtungen der Biomedizin, Pharma-, Chemie-, Lebensmittel- und Kosmetikindustrie. Auch bei Herstellern von Mess- und Analysetechnik, Dienstleistern, Ingenieurbüros sowie bei Behörden können unsere Absolventinnen und Absolventen eine berufliche Perspektive finden.

Bester Abschluss

Das duale Studium in der Studienrichtung Biotechnologie an der Berufsakademie Sachsen in Riesa schließt mit dem Bachelor of Science ab. Der Studiengang Labor- und Verfahrenstechnik wurde 2022 durch die ASIIN re-akkreditiert.

Bachelor of Science

als Abschlussbezeichnung


Weitere Informationen zum Studiengang erhalten Sie hier:

Praxispartner

Die Praxispartner in der Studienrichtung Biotechnologie decken ein breites Spektrum von produzierenden Unternehmen über Laboreinrichtungen und Ingenieurbüros bis zu Forschungszentren ab.

Mögliche Praxispartner:

  • Produzierende Unternehmen (Chemie, Pharma, Lebensmittel, …)
  • Hersteller von Mess- und Analysentechnik
  • Dienstleistungsunternehmen, Ingenieurbüros, Labore
  • Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen
  • Behörden

Bei der Suche nach einem Praxispartner sind wir unseren Bewerbern gern behilflich. Die aktuelle Praxispartnerliste bietet einen Überblick über alle Praxispartner, die im kommenden Studienjahr Studienplätze anbieten. Sie können aber auch selbst ein Unternehmen akquirieren. Dieses muss vor Abschluss des Ausbildungsvertrages durch den Studiengangleiter Herr Prof. Dr.-Ing. Lutz Gläser als Praxispartner zugelassen werden.

Akkreditierung

Der Studiengang Labor- und Verfahrenstechnik wurde 2016 durch die ASIIN reakkreditiert. Damit wird den Absolventen des Studienganges der international anerkannte Abschluss Bachelor of Science (B. Sc.) verliehen.

ASIIN-Siegel 2016-2022
ASIIN-Siegel 2016-2022

Stimmen von Praxispartnern und Absolventen

Die ehemalige Studentin Juliane Rothe im Labor der Biotype Diagnostic GmbH
Die ehemalige Studentin Juliane Rothe im Labor der Biotype Diagnostic GmbH

„Eine Kombination aus Theorie und Praxis – für mich die beste Alternative. Das Studium an der Staatlichen Studienakademie Riesa war für mich der Wegbereiter für meinen beruflichen Werdegang. Während der Studienzeit konnte ich bereits mehrere Jahre Berufserfahrung sammeln. Neben den zahlreichen theoretisch erlernten Aspekten, die ich auch praktisch anwenden und so besser verstehen konnte, habe ich ebenfalls wertvolle Einblicke in die Organisation und Strukturierung des Laboralltags erhalten. Dieses Wissen und die Erfahrungen halfen mir, mein weiterführendes Masterstudium erfolgreich zu absolvieren. Durch die jahrelange, produktive Arbeit bei der Biotype Diagnostic GmbH und dem so aufgebauten Vertrauen, schaffte ich den direkten Einstieg in die Arbeitswelt und arbeite seit nun mehr fast zwei Jahren als Projektleiter bei meinem damaligen Praxispartner." (Juliane Rothe, Project Manager R&D bei Biotype Diagnostic GmbH)

Logo GSK
Logo GSK

„Die Berufsakademie Sachsen bietet uns mit der Studienrichtung „Biotechnologie“ an der Staatlichen Studienakademie Riesa genau das Richtige. Warum? Seit vielen Jahren profitieren nicht nur wir als Unternehmen, sondern vor allem unsere ehemaligen Auszubildenden von den neuen Möglichkeiten, die ein Studium an der Berufsakademie in Riesa bietet. Unsere Studenten können aufbauend auf die während der Berufsausbildung erworbenen Kenntnisse nun akademisches Wissen erwerben und dieses in anspruchsvollen Praxisprojekten im Unternehmen anwenden. Hilfreich bei der Bearbeitung der Praxisarbeiten sind nicht nur die Kenntnisse der technologischen Abläufe  und Zusammenhänge einer Produktion unter GMP-Bedingungen in einem pharmazeutischen Unternehmen, sondern auch die während der Ausbildung geknüpften Netzwerke und Kontakte. Diese bestehenden Vernetzungen ermöglichen es uns, bereichsübergreifende Themenstellungen zu formulieren und damit die Bekanntheit/ Leistungsfähigkeit der Studenten weiter zu entwickeln. Für die Studenten ermöglichen wir mit dem Studium den nächsten Schritt in der persönlichen Lebensplanung mit der Option auf die Übernahme einer Fach- oder Führungsposition nach dem Studium. Als Unternehmen profitieren wir deshalb nicht nur von den Praxisarbeiten, sondern bieten unseren Auszubildenden weiterführende berufliche Perspektiven. Dadurch ist es uns möglich, motivierte und kompetente Mitarbeiter/innen an das Unternehmen zu binden und gemeinsam die Herausforderungen der Zukunft zu meistern." (GlaxoSmithKline Biologicals, Dresden)

„Vor 10 Jahren habe ich meinen Abschluss an der Staatlichen Studienakademie Riesa im Fach Biotechnologie gemacht und es bis heute nie bereut, damals an der Berufsakademie zu starten. Durch ein Studium mit direktem Praxisbezug verliert man nie den Blick fürs Wesentliche, was mir in meinem weiteren beruflichen Werdegang immer geholfen hat. Nach dem Studium in Riesa habe ich meinen Master und meine Promotion an der Universität des Saarlandes angeschlossen. Während der Promotionszeit habe ich berufsbegleitend meinen Master of Business Administration absolviert, da ich in den Bereich Wissenschaftsmanagement gehen wollte. Heute arbeite ich als Projektmanager für die Eurice GmbH (mit Standorten in Saarbrücken, Berlin und Brüssel), bin verantwortlich für große Verbundforschungsprojekte von der Europäischen Kommission und kann so die vielen verschiedenen Interessen aller Beteiligten sehr gut nachempfinden, da ich in allen Ebenen bereits selbst tätig war." (Dr. Dagmar Auerbach; Eurice GmbH)

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Prof. Dr.-Ing. Lutz Gläser

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Prof. Dr. Barbe Rentsch

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Prof. Dr. Frank Thunecke

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Dipl.-Ing. (BA) Ines Wehner

Laborleiterin im Studiengang Labor- und Verfahrenstechnik

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B. Sc. Melanie Thielemann

Laboringenieurin

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Holger Schröder

chemisch-technischer Assistent

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Das Studium an der Berufsakademie Sachsen wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts.